Energieminister stärkt erdgas mobil M-V den Rücken

Neustrelitz 17.06.2016

Frank Schmetzke (links) im Gespräch mit Dr. Heinrich Bottermann.

 

Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel (SPD) hat den Landesinitiativkreis erdgas mobil M-V ermuntert, in seinen Anstrengungen für mehr Erdgasmobilität im Land nicht nachzulassen und zugleich das bisherige Wirken seit Gründung des Zusammenschlusses im Jahr 2003 gewürdigt. Bei einem Workshop unter dem Motto „Energiewende im Verkehr in Mecklenburg-Vorpommern – Erdgas und Bioerdgas als Kraftstoff in den Kommunen“ in Neustrelitz, zu dem der Politiker mit eingeladen hatte, regte er zugleich an, Erdgasmobilität und Elektromobilität gemeinsam voranzubringen und nicht getrennt zu betrachten. Er kündigte an, dass die Landesregierung in diesem Sinn ihre Förderkulisse straffen werde. Etliche Mitglieder von erdgas mobil haben sich im November vergangenen Jahres auch in einem Trägerkreis Elektromobilität M-V zusammengeschlossen.

Im Verlauf der Tagung im Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V (Leea) hatten mehrere Referenten deutlich gemacht, darunter Frank Schmetzke als Vorsitzender von erdgas mobil,   dass Mecklenburg-Vorpommern dringend saubere, umweltschonende Alternativen zu den konventionellen Antrieben im Verkehr brauche. Damit die Schadstoffemissionen deutlich reduziert werden, müssten mehr Bio-Erdgasfahrzeuge eingesetzt werden. Hier knüpfte auch Dr. Heinrich Bottermann an, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
Zugleich wurde mehrfach hervorgehoben, dass Erdgasautos längst marktfähig seien und die erforderliche Tankstellenstrukur existiere. Vertreter von Daimler Bus& Truck, MAN und Iveco beklagten bei der Veranstaltung im Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea), dass die Politik noch nicht die nötigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Erdgasmobilität setze. Viele andere Länder in Europa seien hier wesentlich weiter und als Absatzmärkte für deutsche Hersteller interessanter. Auf besonderes Interesse stießen die Ausführungen von Stefan Lösel, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim. Das Unternehmen ist einer der Vorreiter im Land beim Einsatz von Erdgasbussen.      
Der Workshop in Neustrelitz, der gemeinsam mit dem bundesweit agierenden Zukunft ERDGAS e.V. organisiert wurde, bot zudem die Möglichkeit, Erdgasbusse und ein Erdgas-Müllfahrzeug zu besichtigen. Einer der Busse wurde probeweise im Neustrelitzer Schülerverkehr eingesetzt.


Peter Meyer von Zukunft ERDGAS e.V., Frank Schmetzke und Christian Pegel mit Vertretern der Automobilindustrie (von links) vor einem Erdgasbus, der eigens zum Workshop nach Neustrelitz gefahren wurde.

Christian Pegel (Zweiter von links) und Frank Schmetzke (rechts) lassen sich von Vertretern der Automobilindustrie in einem Erdgasbus die Vorzüge diese Verkehrsmittels schildern.

Konzentriert verfolgten die Teilnehmer des Workshops im Landeszentrum für erneuerbare Energien die Referate.



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