Nach der Tagung: Auswirkungen der Energiewende auf das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Unternehmen im Land

Mit mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählte die Fachtagung am 29.10.2014 zu einem Höhepunkt der Arbeit der Leea Akademie im Jahr 2014.

Gleich zu Beginn der Tagung ordnete das Referat des Parlamentarischen Staatssekretärs des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Herr Uwe Beckmeyer die Energiewende in die Energiepolitik der Bundesregierung und auch die Anforderungen aus der Sicht der Europäischen Union beeindruckend ein. Dimensionen und Problemstellungen diskutierten die Teilnehmer daraufhin mit dem Staatssekretär. Im Anschluss daran nahm Minister Christian Pegel ergänzend die Konkretisierung auf der landespolitischen Ebene vor.

Daran wurde deutlich, dass die Landespolitik den Fokus bei der Energiewende auf die Windenergie legt. Ausführlich erläuterte der Minister das in der Diskussion befindliche Beteiligungsgesetz für Windkraftanlagen.

Herr Urban, als Vizepräsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, hob in seinem Beitrag hervor, dass die Unternehmen des IHK-Bereichs die Energiewende durchaus kritisch sehen. Deutlich sagte der Geschäftsführer des MMG Waren (Müritz), dass die Skepsis gegenüber der Energiepolitik überwiegt. Insbesondere die Energiepreisentwicklung besorgt die Unternehmen, da die Energie- und Rohstoffpreise das größte Risiko für die Unternehmen darstellen. Dabei reagieren die Unternehmen einmal mit der Optimierung ihrer Beschaffungsstrategie und zum anderen mit dem Aufbau eigener Erzeugungsstrategien. Als einen weiteren Schlüssel zum Erfolg betrachten die Unternehmen Wege zur Erhöhung der Energieeffizienz. Abschließend zeigte der Vizepräsident einen Katalog von Erwartungen an die Politik auf, mit dem er sich vor allem an den Energieminister wandte.

Die Referenten des Nachmittags konkretisierten dann viele der von den Politikern vorgetragenen Positionen. So stellte Rudolf Borchert als Vorsitzender des Ausschusses für Energie im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern die Politik der Energiewende des Landes mit konkreten Zahlen dar, die Stefan Saatmann als Vertreter der Wissenschaft mit den Notwendigkeiten des Netzausbaus und der Verteilungsanforderungen ergänzte.

Zum Abschluss des Tages erläuterte Peter Steinert, EnergieManager (IHK) des Unternehmens MTN Neubrandenburg GmbH, ein Unternehmen der Medizintechnik, wie durch einfache Maßnahmen der bewussten Einbeziehung der Mitarbeiter Energieeinsparungen in finanzielle Einsparungen mit erheblicher Entlastung für das Unternehmen umgesetzt werden können.

Der Moderator der Fachtagung, Herr Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien Berlin, wies zum Abschluss der Tagung darauf hin, dass im Rahmen der Energiewende zwar schon viele Ergebnisse erreicht wurden, aber bis zum Ende der Fahnenstange es noch ein langer Weg sein wird, auf dem Irrtümer und Probleme nicht auszuschließen sind. Zu diesem Thema wird es noch viel zu sagen geben, so dass dies auch nicht die letzte Fachtagung dazu gewesen ist.

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