Frische Farben und neue Möbel bald schulfertig

Nordkurier

Frische Farben an den Wänden, davor riesige Pakete mit Möbeln. Auf diese Tage haben die Mitarbeiter des Landeszentrums für Erneuerbare Energien (Leea) in Neustrelitz lange gewartet. Aber Fördermittel sind nicht von heute auf morgen zu besorgen. Endlich kann das Energielabor für Schüler eingeräumt werden. Im März startet der Probebetrieb mit jungen Wesenbergern, Neustrelitzern und Neubrandenburgern, bevor ab 01. April nach einer Woche „Nachjustierens“ dann zum regulären Projekt-Unterricht übergegangen werden kann. „Das Interesse ist groß, wie vorliegende Anfragen bestätigen“, sagt Geschäftsleiter Falk Roloff-Ahrend dem Nordkurier, während er einen Hocker aus einem Karton befreit.

 

Rund 100 000 Euro kostet die Einrichtung des Energielabors. Die Summe ist je zur Hälfte vom Land Mecklenburg-Vorpommern und der Norddeutschen Umweltstiftung aufgebracht worden. Der Unterricht wird zunächst mit hauseigenem Personal des Leea abgesichert. Inwiefern später auf externe Lehrkräfte zurückgegriffen werden kann, hängt wie so vieles von der Fördersituation ab, erklärt Roloff-Ahrend.

Eine Testklasse für das Labor kommt vom anderen Gymnasium Neubrandenburg. Mit ihm wurde dieser Tage die erste Kooperationsvereinbarung des Leea zur schulischen Bildungsarbeit unterzeichnet.

Das neue Labor steht mit dem Eröffnungsprogramm „Stadt – Retter – Wind“ den Klassenstufen  3 / 4 sowie 7/8 zur Verfügung. Je eine Klasse pro Vormittag kann hier den Geheimnissen der Windenergie auf die Spur kommen. Unter anderem werden kleine Windkraftanlagen gebaut, die dann an eine städtische Silhouette angeschlossen werden. Geht das Licht an, haben die Mädchen und Jungen alles richtig gemacht. Natürlich gehören zum Ausflug nach Neustrelitz ins Leea auch Besuche von Anlagen der Stadtwerke, so des benachbarten Biomassekraftwerkes, und natürlich der aktuellen Ausstellung im Leea.

Besonders gefreut hat sich das Leea-Team über Exponate aus dem Deutschen Technikmuseum in Berlin. Damit kann unter anderem im Kleinen Regionalplanung in Sachen Windenergie betrieben werden. Denn nicht überall, lernen die Schüler, kann man die „Spargel“ auch errichten.

So ist Umweltschutz ein großes Thema. Zur Erinnerung an einen außergewöhnlichen Schultag kann dann noch ein Windfoto der Klasse geschossen werden. Und im Außenrevier des Leea ist ab Frühjahr der 35 Meter lange Flügel einer Windkraftanlage zu bestaunen.

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