Akademie stößt in Marktlücke vor

Nordkurier 28.08.2013

Die Wirtschaft braucht Energiemanager – in Neustrelitz lässt sich ab sofort das Rüstzeug erwerben. Die Akademie im Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) in Neustrelitz hat ihre Bildungsarbeit aufgenommen. 15 Teilnehmer aus der Mecklenburgischen Seenplatte und dem benachbarten Brandenburg werden sich in 10 Monaten berufsbegleitend zum Europäischen Energiemanager quali- fizieren lassen. Am Ende winkt ein international anerkanntes Zertifikat.


Das Leea hat für seine Bildungsakademie das Bildungszentrum in Greifswald (BiG) als Partner ins Boot geholt, der bereits die ersten Energiemanager in Mecklenburg-Vorpommern ausgebildet hat. „Seit Jahresbeginn profitieren Unternehmen nur noch von energetischen Steuerentlastungen, wenn sie energieeffizientes Wirtschaften nachweisen“, erklärt BiG-Chefin Antje Mayfarth. „Eine verantwortliche Fachkraft wird darum unverzichtbar.“ Gerade mittelständische Unternehmen können es sich in der Regel nicht leisten, extra einen Spezialisten einzustellen, und setzten lieber auf die Weiterbildung von Angestellten, ergänzt Frank Schmetzke, Geschäftsführer der Leea GmbH.
Er sei froh über die Kooperation mit dem BiG. „Das Leea allein hätte die Akademie nicht stemmen können“. In etwa drei Jahren solle sie sich selbst tragen. Nach Einschätzung von Schmetzke entwickele sich die Wende hin zu alternativen Energien so rasant, dass die Weiterbildung nicht nachkomme. Da sehe die Akademie ihre Marktlücke. Als ein Puzzle des Leea müsse sie wachsen, noch sei es nicht so, „dass die Interessenten uns die Türen einrennen“, ergänzt Ansprechpartnerin Annelie Saß: Die Akademie werde mit Fachtagungen, Seminaren und Lehrgängen bedarfsorientierte Angebote unterbreiten und sich überregional orientieren.

Zusätzliche Informationen