„Ressourcenkammer Erde“ und „Energie-Kraft-Werk“ / Neues Großprojekt zum Verstehen, Erleben und Mitmachen startet im Leea

Pressemittelung vom 07.05.2015

Falk Roloff-Ahrend, Frank Schmetzke, Dr. Annelie Saß, Vincent Kokert, Dr. Thomas Pyhel, Minister Christian Pegel bei der Übergabe der Förderbescheide. v.l.Foto: Leea e.V.

 

Am 6. Mai begann der offizielle Projektstart zur Realisierung der Dauerausstellung „Ressourcenkammer Erde“ und des Außenexponates „Energie-Kraft-Werk“ im Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V (Leea) in Neustrelitz. Mit der Übergabe der Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt 779.050 EUR der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Land M-V kann die Umsetzung in den nächsten Monaten bis zur Eröffnung Ende 2015 nunmehr umgesetzt werden.

Ganz unter dem Motto „Verstehen, Erleben, Mitmachen“ werden Besucher in der künftigen Dauerausstellung „Ressourcenkammer Erde“ mit acht unterschiedlichen Themen auf knapp 170 m² in attraktiven, aufwändig gestalteten Kulissen wissenschaftlich, informationsreiches und geschichtliches Wissen über erneuerbare Energiequellen erfahren. Welche Potenziale gibt es? Wie können diese genutzt werden? Was bedeutet es, Ressourcen standortgerecht und nachhaltig zu nutzen? Diese aufwendig erarbeiteten und ausführlich entwickelten Themengebiete sowie viele andere Fragen können die Besucher spielerisch und hautnah zum Ende des Jahres im Leea entdecken. Ein besonderes Highlight der Ausstellung wird die „pupsende Kuh“ sein. Die symbolisch das Thema Bioenergie bzw. Biogas aufgreift. Die Themen wie z.B. Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft werden ebenfalls mit spannenden interaktiven Exponaten durch die Ausstellung begleiten.
Das kommende „Energie-Kraft-Werk“ wird im Außenbereich vor dem Leea einen beständigen Platz finden und die Besucher einladen, die Leistung und Kraft von z.B. Wasser und Wind selbst auszuprobieren. Wasser kann dort z.B. zu sieben Meter hoch gepumpt werden und treibt damit beim herunterfließen ein Wasserrad an, mit dem Strom produziert wird.
Mit musikalischer Begleitung des Ensembles des Gymnasium Carolinum wurden die Gäste am 06. Mai im Landeszentrum für erneuerbare Energien M-V empfangen. Geschäftsstellenleiter des Leea e.V. Falk Roloff-Ahrend begrüßte die Gäste und stellte die Inhalte der neuen Projekte vor. Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung M-V Christian Pegel, Vincent Kokert (Vorstandsmitglied des Leea e.V. und der Fraktionsvorsitzender des CDU Landesverbandes M-V), Dr. Thomas Pyhel (stellv. Abteilungsleiter bei der DBU) sowie Frank Schmetzke (Vorstandsmitglied des Leea e.V. und Geschäftsführer Leea GmbH) stellten sich einigen Fragen in einer Podiumsdiskussion. Dabei stand unteranderem zur Diskussion „Was sind die zukünftigen Herausforderungen des Leea?“, „Was läuft gut?“ und „Wo soll es zukünftig hingehen?“. Dr. Thomas Pyhel verwies dabei darauf, dass es zukünftig nicht nur wichtig ist, neue Technologien zu entwickeln, sondern auch die Akzeptanz bei den Bürgern zu schaffen. Er sieht die Kombination der festen künftigen Dauerausstellung und den bisherigen Wechselausstellungen als gelungene Mischung und zeigte sich beeindruckt von der Größe und Architektur des Leea. Vincent Kokert brachte ein, dass genau deshalb der Ansatz und die bisherige Umsetzung des Leea so wichtig sind. Er sieht die zukünftige Aufgabe auch darin, noch mehr an die jungen Menschen, Schulen und Interessierte heran zu kommen und auch den Neustrelitzern und den Ansässigen aus dem Umland das Gefühl zu geben, dass der Weg des Leea der richtige ist. Somit übernimmt das Leea eine wichtige Aufgabe in Sachen Akzeptanz, Toleranz und sachlicher Aufklärung. Minister Pegel erklärte, dass es weiterhin wichtig sei, die Angebote für Schul- und Lehreinrichtungen weiter auszubauen, um Umwelt- und Klimabewusstsein besser zu entwickeln und zu unterstützen, denn unser Nachwuchs ist unsere Zukunft. Falk Roloff-Ahrend fügte hinzu „Hierzu bietet das Leea bereits entsprechende Workshops im EnergieLab, die seit April 2014 mit stets sehr großer Begeisterung von Schülerinnen und Schülern aus der Region, aber auch aus Berlin, Brandenburg, Stralsund besucht werden.“ Leea Geschäftsführer Frank Schmetzke stimmte diesem zu und freute sich auch nach der Übergabe der Fördermittelbescheide, dass das Leea nach der Fertigstellung in seiner Vollständigkeit strahlen wird. Er sagte: „Gerade für unsere Region ist es wichtig, dass wir Möglichkeiten schaffen und ein Stück weit bereits geschaffen haben, die sowohl von Interessierten Gästen, aber auch Touristen und Einwohnern in der Freizeit, am Wochenende, in den Ferien oder einfach auch im Urlaub besucht werden können und dabei wissenswertes zum Zukunftsthema erneuerbare Energie lebendig vermittelt bekommen.“
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass alle Podiumsteilnehmer zustimmten, dass das Leea bereits in der jetzigen, aber dann auch mit der Fertigstellung der „Ressourcenkammer Erde“, zukünftigen Ausführung eine wichtige Rolle in der geplanten Struktur der Landesenergieagentur spielen muss, um damit einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanzförderung und sachlichen Aufklärung für die Erneuerbaren zu bieten.

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