Experimentieren und forschen im neuen Leea-Energielabor

10. Mai 2014/09        Strelitzer Echo

Im Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) wurde am 28. April das Energielabor für Schülerinnen und Schüler in Betrieb genommen. Kinder und Jugendliche können dort auf 120 Quadratmetern Experimentierfläche die Welt der erneuerbaren Energien erforschen und entdecken.

 

Die Finanzierung von insgesamt 125.000 Euro erfolgte durch Mittel des NUE-Stiftung, des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie durch Eigenmittel des Leea-Vereins und der Leea GmbH. Gemeinsam mit Schülern aus dem Hort der Evangelischen Grundschule Neustrelitz eröffnete Energieminister Christian Pegel die neue Einrichtung.
Der Minister lobte, dass die Chancen und die Technologien erneuerbarer Energien im Energielabor auf interaktiver Art und Weise dargestellt werden. „Forschen im kleinen ist die Grundlage dafür, dass man später Dinge entwickelt.“, sagte er. Pegel rief besonders die Schulen auf, den neuen Lernort zu nutzen. „Neustrelitz hat neben dem School_Lab des DLR jetzt eine zweite Einrichtung, die beiträgt, bei jungen Menschen das Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu wecken.
Ich würde mich freuen, wenn sich Lehrer aus dem ganzen Land und auch aus Brandenburg dafür begeistern. Neustrelitz kann so ein `Klassenfahrt-Mekka` werden.“, sagte der Minister.


Auf Schulklassen zugeschnitten

Das ist auch das Anliegen des Leea. Das Energielabor entwickelt verschiedene pädagogische Programme, mit deren Hilfe die Kinder und Jugendlichen im Workshop-Raum eigene Experimente durchführen können. Das erste Programm „Stadt-Retter-Wind“ für die 3./4. Klasse und 7./8. Klasse beschäftigt sich speziell mit dem Thema Windkraft. Die Schüler beantworten im Laufe des Programms Fragen, wie: Was ist Energie? Woher kommt sie? Wie nutzen wir sie? Diese Fragen geben Anregung dazu, sich mit Windkraft, technischem Gestalten, Bauen und Konstruieren sowie naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen auseinanderzusetzen. Die Fragestellungen der kleinen Forscheraufträge sind bewusst offen gehalten. Sie motivieren dazu, den Untersuchungsgegenstand genauer unter die Lupe zu nehmen und selbstständig zu weiterführenden Fragen und eigenen Antworten zu gelangen. Nach einer theoretischen und animierten Einführung durch den „Bürgermeister Hinrichs“ einer fiktiven Stadt geht es zum Beispiel darum, in Kleingruppen aus unterschiedlichen Materialien ein Windrad zu bauen. Wird dabei auf Stabilität, die richtige Konstruktion, eine ausreichende Höhe und die richtige Technik geachtet, kann eine fiktive Stadt mithilfe aller Windräder mit Strom versorgt und beleuchtet werden.
Das Energielabor ist geeignet für Schüler von der Grundschule bis zur Sekundarstufe 2. Auch Kindergartengruppen und Berufsschulklassen werden Lernmöglichkeiten geboten. Eine weitere Zielgruppe sind Studenten. Und natürlich werden Lehrerfortbildungen und –informationen angeboten. Arbeitsmaterialien werden auch im Internet bereit gestellt, hieß es von den Verantwortlichen.
Das Landeszentrum bietet den Schulen darüber hinaus einen organisatorischen Service mit an. Der Leea-Bus transportiert die Klassen zwischen Schule und Energielabor.
Interessierte Pädagogen sind herzlich eingeladen, sich selbst vom Energielabor zu überzeugen und können unter 03981 4490-100 einen Termin vereinbaren.

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