Leea wird nie wirklich fertig

Während das Landeszentrum für Erneuerbare Energien in Neustrelitz mit seiner futuristischen äußeren Gestalt schon für Furore sorgt, hat sich das Baugeschehen inzwischen nach innen verlagert.

Neustrelitz.Am 28. April ist wieder Tag der Erneuerbaren Energien. In Neustrelitz kann er mit einem echten Highlight aufwarten. Erstmals haben Interessenten die Möglichkeit, das an der Ortsumgehungsstraße der B 96 entstehende Landesentrum für Erneuerbare Energien (Leea) zu besichtigen. Mit seiner außergewöhnlichen Gestalt, von der Neustrelitzer Architektin Kerstin Heller geschaffen, hat es schon manche Blicke auf sich gezogen. Inzwischen wird ihm Innenleben eingehaucht.


"Es wird immer spannender", umschreibt Frank Schmetzke, ehrenamtlicher Geschäftsfüher der Leea GmbH, nicht nur das Baugeschehen. Nach dem Wechsel der Zuständigkeit in Schwerin vom Umweltministerium zum Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung und dem damit verbundenen Knirschen im Getriebe hat es inzwischen einen nach Einschätzung Schmetzkes "regen Gedankenaustausch" gegeben, darunter mit Minister Volker Schlotmann (SPD), der dieser Tage nun auch seinen Abteilungsleiter Energie nach Neustrelitz schicken wird. Das Ministerium will auf vier Regionalkonferenzen die neue Energiepolitik Mecklenburg-Vorpommerns diskutieren und dann im Leea eine Landeskonerenz zum Thema abhalten.
Ende August werden die baulichen Maßnahmen am Landeszentrum abgeschlossen sein und die inhaltliche Umsetzung des Konzepts beginnt. Ab September steht das moderne Veranstaltungszentrum mit seinen 170 Plätzen zur Verfügung. "Das hat Neustrelitz gefehlt und wird eine Menge Synergieeffekte für die Stadt bringen", ist sich Schmetzke sicher. Unterdessen laufen die Verhandlungen mit Unternehmen weiter, die die Präsentationsflächen belegen wollen. "Dabei sind wir um einen möglichst breiten Querschnitt bemüht", betonte Schmetzke. Auch der Bund habe inzwischen signalisiert, im Leea Flagge zeigen zu wollen. Inzwischen ist das Layout für die Firmenkojen entwickelt. Die Neustrelitzer InnenarchitektinNicole Woitczak hat dabei auf Holz als Leitmotiv gesetzt.
Das am meisten diskutierte Thema der Leea-Macher ist die Erlebnisausstellung. Hier gibt es engen Kontakt mit Ozeaneum Stralsund und Müritzeum Waren, "mit Leuten, die etwas davon verstehen", unterstrich der Geschäftsführer. Neben festen Exponaten wie dem "Müritz-Ötzi" soll es auch ständig wechselnde Ausstellungen geben, um zu häufigerem Besuch zu animieren. "Gerade bei den erneuerbaren Energien ist ja viel im Fluss" merkte Schmetzke an. Parallel soll eine Leea-Exposition als Neustrelitzer Botschafter durch Deutschland touren. Irgendwann werde das Landeszentrum gefüllt sein. Wirklich fertig werde es wohl nie, weil es lebendig sein solle.

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